Gustav Schaumberg wurde am 25. 10. 1875 in Schweinsberg geboren. Er war mit Johanna Schaumberg, geb. Plaut, geboren am 2. 12. 1879 in Rauschenberg, verheiratet. Gustav Schaumberg war Viehhändler. Die Familie wohnte in der Bernhardistraße 88, dann in der Sternstraße 14 und schließlich in der Unterstraße 23. Die beiden letzten Wohnadressen sind bereits zugewiesene Wohnungen für den zu erwartenden Abtransport. Das Ehepaar Schaumberg wurde am 31. 7. 1942 von der Sammelstelle Turnhalle am Schützenplatz Warburg aus zusammen mit den anderen für diesen Deportationszug vorgesehenen jüdischen Bürgern der Stadt mit Lastwagen nach Bielefeld gebracht. Von dort wurden sie nach Theresienstadt deportiert. Dort wurde Johanna Schaumberg am 5. 12. 1942 ermordet. Ihr Mann Gustav wurde dort noch kurz vor dem Kriegsende und der Befreiung am 21. 3. 1945 ermordet.
Lili Freudenberg wurde am 14. 8. 1879 in Peckelsheim geboren. Sie hatte im Haus der jüdischen Familie
Bierhoff aus Bonenburg in der Unterstraße 23 in Warburg eine Wohnung. Sie arbeitete als Haushälterin in
verschiedenen Warburger Familien.
Am 31. 7. 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Von dort brachte man sie nach Auschwitz. Dort
wurde sie am 15. 5. 1944 ermordet.